Pia Herrmann zu Gast bei tuchinform
09.2012
Kleid, Kostüm - fürs Theater (2)!
08.2012
Anne-Martine Perriard
04.2012
Kleid, Kostüm - fürs Theater!
02.2012
Heiner Wiedemann
09.2011
la plume a fait le printemps
08.2011
Liberté dorée
05.2011
Kiki likes fruits
01.2011
Projekt Dream Team
09.2010
Projekt Rock und Roll
05.2010
Faser um Faser
10.2008
Farbspritzer um Farbspritzer
08.2008
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06.2008
Masche um Masche
02.2008
Collection de collants - surprise
10.2007
Collection du quotidien et d'un rêve
08.2007
Collection d'une rencontre: Où tu vas comme ça?
06.2007
Collection curieuse
01.2007
T-raumvögel
11.2006
Inside out
08.2006
Probiers mal mit Gemütlichkeit
06.2006
Les rêves de Geneviève
01.2006
37°
11.2005
Gefrorenes Kleid
09.2005
Alpentuch
08.2005
be-trachten
06.2005
Lichten
11.2004
tape it
08.2004
Sonnenschutz "Südpol"
06.2004
100 % Wasserfest
04.2004
Donnerstag, 8. Juni - Samstag, 1. Juli 2006
In Franziska Borns Rauminstallation sind die Dinge nicht, was sie ganz banal zu sein scheinen. Ein zarter Vorhang bauscht sich am Fenster, doch bei näherer Betrachtung erweist er sich nur als Bild. Der Parkettboden entpuppt sich als Teppich mit ornamentaler Holzmaserzeichnung und die Fenster in der Wand sind bloss Fotografien ... Real oder irreal? Die Designerin spielt mit der Mehrdeutigkeit der Wirklichkeit.
Die Trompe-l’oeils erinnern an eine nur zu vertraute Welt. Vorhang und Teppich sind der Inbegriff von gemütlichem Wohnen und einem behaglichen Raum. Sie vermitteln Wärme und Geborgenheit, stehen aber auch für einen ganz spezifischen Wohnstil. Franziska Born holt sie aus dem trauten Heim und verfremdet sie leicht. So schafft sie irritierende Bilder, die zum Schmunzeln bringen.
Das Fenster vermittelt als Bild von aussen eine Ahnung von jenen, die dahinter wohnen. Man gibt durch die Inszenierung des Vorhangs ein klein wenig von sich preis, verbirgt sich aber gleichzeitig hinter den Stoffbahnen. Wie viel zeigt man und was soll verhüllt bleiben? Was ist sichtbar, was unsichtbar? Der Vorhang, als Bild auf die Scheibe gebracht, verfremdet die Erfahrung und wird zum blossen Fensterschmuck.
Der Teppich „KARPETT“ dagegen spielt mit den Möglichkeiten verschiedener Bodenverkleidungen. Parkett ist momentan wieder sehr gefragt, doch viele Menschen verzichten ungern auf einen textilen Bodenbelag. Franziska Born greift die ambivalenten Wünsche auf und erweitert die Dimension eines banalen Gegenstandes – KARPETT ist beides, ein Holzboden fürs Auge und ein Teppich zum Wohlfühlen.
Der Parkettboden ist textil, der Vorhang nicht, draussen ist drinnen und umgekehrt ... Die Designerin ordnet die Dinge anders und ungewohnt und ermöglicht die Sicht auf eine Welt jenseits unseres gewohnheitsmässigen Verständnisses.
Die Raumausstattung wurde speziell für die Ausstellung bei tuchinform geschaffen, einzelne Objekte sind käuflich.
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formforum 2/06
Textil Revue Nr. 17, 19. Mai 06
Textilforum D 2/06, Juniheft
Der Landbote 10. Juni 2006
Andelfinger Zeitung 2.6. / 3. Juni 2006
Wohnrevue 5/06
Stadtblatt Winterthur 22. Juni 2006
Winterthurer Zeitung 29. Juni 2006