Anne-Martine Perriard
04.2012
Kleid, Kostüm - fürs Theater!
02.2012
Heiner Wiedemann
09.2011
la plume a fait le printemps
08.2011
Liberté dorée
05.2011
Kiki likes fruits
01.2011
Projekt Dream Team
09.2010
Projekt Rock und Roll
05.2010
Faser um Faser
10.2008
Farbspritzer um Farbspritzer
08.2008
Pixel um Pixel
06.2008
Masche um Masche
02.2008
Collection de collants - surprise
10.2007
Collection du quotidien et d'un rêve
08.2007
Collection d'une rencontre: Où tu vas comme ça?
06.2007
Collection curieuse
01.2007
T-raumvögel
11.2006
Inside out
08.2006
Probiers mal mit Gemütlichkeit
06.2006
Les rêves de Geneviève
01.2006
37°
11.2005
Gefrorenes Kleid
09.2005
Alpentuch
08.2005
be-trachten
06.2005
Lichten
11.2004
tape it
08.2004
Sonnenschutz "Südpol"
06.2004
100 % Wasserfest
04.2004
Donnerstag, 2. bis Samstag, 25. November 2006
Im Galerieraum der «tuchinform» kleiden Tapeten von vielfältigen Stilrichtungen die Wände. Vögel sind in einer eigens entwickelten, Raum vortäuschenden Technik in die zweidimensionalen Musterungen eingemalt. In der Mitte des Raumes steht ein grosses, leeres Vogelnest.
Der Raum: geschützte Atmosphäre – Statement unserer Lebensform – Zuflucht vor Witterung und fremden Blicken – Spiegel unserer Innenwelt. Eingerichtet mit Dingen, die uns lieb und teuer sind, aber manchmal unsichtbar in ihrer Alltäglichkeit. Zuweilen verwandeln Angst und Isolation denselben Raum in einen Käfig. Darin liegt jedoch der Anstoss für Veränderung. Das Alte wird unter dem Teppich hervorgekehrt, die Fenster weit aufgestossen und der Staub der Gewohnheit mit den Federbetten in den Wind geschüttelt: Tapeten wechseln – ein Neuanfang!
Die Tapeten, Zeugen vergangener und gegenwärtiger Kulturformen, erzählen Geschichten von Gewesenem, Bestehendem und Kommendem. Die üppige, von rauschenden Festen und heimlich geflüsterten Liebesschwüren erzählende bordeauxrot-goldene Jacquard-Tapete strahlt neben der kleingemusterten Tapete der 60er Jahren, von welcher man noch all die gerufenen Abschiede und „Essen ist fertig...“ zu hören meint.
Das Gutbürgerliche biedert neben dem zeitlos Klassischen. Das Ungestüme, Wilde tobt neben dem zart Eleganten und das kühl Lineare zeichnet neben dem überbordendend Floralen.
In den vielfältigen Musterungen und Ornamenten zeigen sich verschiedene Vögel. Sie bewegen sich durch die Musterungen und geben den zweidimensionalen Tapeten Raum und Zeit. Sie scheinen aus einer anderen Dimension zu kommen. Urinstinkten gleich brechen sie mit ihrer spielerischen Anwesenheit die gegebenen Verhaltens- und Gesellschaftsmuster auf. Zusammen mit dem Betrachter spähen sie auf das leere Nest.
Olivia Notaro ist Textildesignerin und hat in England die Trompe l'oeil-Wandmalerei erlernt. Die in der «tuchinform» ausgestellte Installation vereint die Welt des Textildesigns und der Illusionsmalerei auf eine überraschende und poetische Art.
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Brigitte CH 23/06
Bolero November 2006
TextilforumTextile Nr. 112, 4/06
Textilforum 3/06 September
Textilrevue Nr. 34, 27.Oktober 2006
Andelfinger Zeitung 2. November 2006
Winterthurer Woche 2. November 2006
Stadtblatt, 16. November 2006