Pia Herrmann zu Gast bei tuchinform
09.2012
Kleid, Kostüm - fürs Theater (2)!
08.2012
Anne-Martine Perriard
04.2012
Kleid, Kostüm - fürs Theater!
02.2012
Heiner Wiedemann
09.2011
la plume a fait le printemps
08.2011
Liberté dorée
05.2011
Kiki likes fruits
01.2011
Projekt Dream Team
09.2010
Projekt Rock und Roll
05.2010
Faser um Faser
10.2008
Farbspritzer um Farbspritzer
08.2008
Pixel um Pixel
06.2008
Masche um Masche
02.2008
Collection de collants - surprise
10.2007
Collection du quotidien et d'un rêve
08.2007
Collection d'une rencontre: Où tu vas comme ça?
06.2007
Collection curieuse
01.2007
T-raumvögel
11.2006
Inside out
08.2006
Probiers mal mit Gemütlichkeit
06.2006
Les rêves de Geneviève
01.2006
37°
11.2005
Gefrorenes Kleid
09.2005
Alpentuch
08.2005
be-trachten
06.2005
Lichten
11.2004
tape it
08.2004
Sonnenschutz "Südpol"
06.2004
100 % Wasserfest
04.2004
Donnerstag, 7. Juni - Samstag, 30 Juni 2007
Drei Monate lang waren BOYCOTLETTES mit einem Reisestipendium in Westafrika unterwegs und sammelten. Sie besuchten Stoffmärkte, eine Batikfabrik in Mali und eine Siebdruckerei in Gambia oder verhandelten mit senegalesischen Schneidern um Preise.
Das afrikanische Kleidsystem ist sehr einfach; man kauft immer drei Paignes, was soviel bedeutet wie „drei Rocklängen“. Mit drei Paignes kann man immer genau ein Oberteil, ein Unterteil und ein Kopftuch nähen. Der Couturier Cheik Umar sagte, wenn man so nähen wolle wie er, müsse man zuerst zwei Jahre lang nur zusehen und danach folgten drei Jahre Praxis. So lange konnten BOYCOTLETTES nicht bleiben.
Zurück in Basel arbeiten BOYCOTLETTES an der Streetkollektion, die jetzt bei tuchinform zu sehen ist. Sie färbten, bleichten, druckten, nähten, plotteten, zerschnitten und verarbeiteten so die Eindrücke aus Afrika.
Textilien und Kleider gibt es in der Schweiz genug; also kaufen BOYCOTLETTES Kleinserien auf, receyceln sie und sind somit eine Art Katalysator. Obwohl in Europa der Receycling-Gedanke nun schon seit etwa zwei Jahrzehnten erwacht ist, hat er im Modebereich bisher erstaunlicherweise noch wenig Fuss gefasst. BOYCOTLETTES machen vor, dass es auch anders geht.
Transformation ist das Arbeitsprinzip, dem kaum jemand so mutig nachlebt, wie dieses Label. Genauso, wie sie den Stoffen ein zweites Leben geben, betreiben BOYCOTLETTES auch mit gefundenen Mustern und Alloverprinting eine Art „ikonographisches Receycling.“ Alltagstaugliche Schnitte mit eklektischem Farbenmix – selten wirkt Mode so unkompliziert, fröhlich und frisch.
BOYCOTLETTES existieren seit dem Jahr 2000 und produzieren jährlich zwei Kollektionen für Frauen, Männer und Kinder. Eine Kollektion besteht aus ca. 700 seriell produzierten Unikaten und wird inklusive Handsiebdruck in der Schweiz hergestellt.