Anne-Martine Perriard
04.2012
Kleid, Kostüm - fürs Theater!
02.2012
Heiner Wiedemann
09.2011
la plume a fait le printemps
08.2011
Liberté dorée
05.2011
Kiki likes fruits
01.2011
Projekt Dream Team
09.2010
Projekt Rock und Roll
05.2010
Faser um Faser
10.2008
Farbspritzer um Farbspritzer
08.2008
Pixel um Pixel
06.2008
Masche um Masche
02.2008
Collection de collants - surprise
10.2007
Collection du quotidien et d'un rêve
08.2007
Collection d'une rencontre: Où tu vas comme ça?
06.2007
Collection curieuse
01.2007
T-raumvögel
11.2006
Inside out
08.2006
Probiers mal mit Gemütlichkeit
06.2006
Les rêves de Geneviève
01.2006
37°
11.2005
Gefrorenes Kleid
09.2005
Alpentuch
08.2005
be-trachten
06.2005
Lichten
11.2004
tape it
08.2004
Sonnenschutz "Südpol"
06.2004
100 % Wasserfest
04.2004
25. Oktober bis 17. November 2007
Kein anderes Kleidungsstück ist so voller Symbolik und Konnotationen wie der Strumpf. In den wenigen Jahrzehnten seiner Geschichte wurde er zum Synonym für Weiblichkeit und Erotik. Die Strumpfhose hat ihn weitgehend abgelöst – ein eigenwilliges Accessoire, das sich immer wieder völlig anders präsentiert.
Der Strumpf umgibt das Bein wie eine zweite Haut. Ausgezogen liegt er stark verkürzt, schlapp und leblos da. Erst am Bein beginnt er zu leben und entfaltet seine geheimnisvolle Schönheit – oder ist es jene der Trägerin? Jede Frau gibt dem Strumpf seine individuelle Gestalt.
Der Strumpf besässe keine eigene Form, da er sich am Körper völlig parasitär verhalte, meinte Roland Barthes. Die Textildesignerin Romana Taylor hinterfragt diese Aussage und erklärt die Strumpfhose zum Experimentierfeld. Sie untersucht die haptischen und optischen Qualitäten und findet aus der Analyse und Recherche heraus spezifische Gestaltungsmöglichkeiten. Die Strumpfhose wird zum Objekt im Raum, zur Skulptur in der Bewegung.
Romana Taylor benutzt das ganze Vokabular der textilen Techniken, geht aber immer einerseits vom fragilen, elastischen Material, andererseits von Konnotationen des Strumpfes aus. Die Laufmasche, von jeder Frau schon oft verwünscht, mutiert dank der Heissluftpistole zum Spitzenornament. Nahtlinien und florale Motive erhalten überraschende Gestaltungsformen. Eine phosphorezierende Linie auf schwarzem Grund erscheint in der Nacht als seltsames Lichtspiel jenseits der Realität – eine Anspielung auf traumhaft schöne Beine?