Pixel um Pixel


Ursula Spicher-Waldburger

Donnerstag, 5. Juni bis Samstag, 28. Juni 2008

Grenzen ausloten, Rahmen sprengen, die Möglichkeiten der Technik erforschen ... Die bestickten Zierdeckchen und Blusen unserer Grossmütter dürfen wir zwar weiterhin lieben und bewundern, doch Ursula Spicher-Waldburger schafft an der Stickmaschine etwas ganz Eigenes jenseits der Tradition.

Im Bereich des Stoffdrucks hat vor einigen Jahren der Ink Jet völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Plötzlich galten keine technischen Grenzen mehr, die Designer waren herausgefordert, neue Bildsprachen zu entwickeln. Auch auf dem Gebiet der Stickerei übernahm der Computer vom Entwurf bis zur Produktion die Kontrolle und absolute Erneuerungen wären hier ebenfalls möglich. Doch die Bildsprache blieb weitgehend traditionell: Nach wie vor modelliert der Stich die Zeichnung.

Dies wollte Ursula Spicher-Waldburger nicht hinnehmen. Sie entwickelte eine neue Art, Bilder zu übersetzen, indem sie sich eines digitalen Vokabulars bediente. Sie baut ihre Kreationen ebenso auf wie das digitale Bild, das sich aus Pixeln zusammensetzt. Der Ausdruck offenbart sich oft erst, wenn man ein paar Schritte zurücksteht.

Die Sommerstoffe bei tuchinform beziehen sich auf die Weissstickerei, eine traditionelle Ton in Ton-Stickerei, mit der man früher vor allem Wäsche verzierte. Ursula Spicher veredelt die Bildsprache mit Farbe, lässt die Muster grossräumig explodieren und gibt ihnen eine extravagante Note. Auf den Stoffen und Kleidern aus Leinen und Baumwolle erzählen überdimensionierte Blüten und üppige Farbverläufe vom Sommer.

Die bestickten Stoffe von Ursula Spicher enthalten eine ganze Welt. Geschichten zu erzählen, ist ihre Leidenschaft. Ihre Werke bereichern die urbane Welt mit Licht, Heiterkeit und einem Stück Himmel auf Erden.

Ursula Spicher-Waldburger hat alle bei tuchinform ausgestellten Stoffe exklusiv für diese Ausstellung entworfen. Sie können käuflich erworben werden.

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