Kiki likes fruits


Kiki likes fruits

28. Januar – 19. Februar 2011

Astrid Grob und Sara Vidas

Astrid Grob, Textildesignerin, FH und Sara Vidas, Modedesignerin, FH, sind fasziniert von traditionellen Handwerkstechniken und den damit verbundenen Erinnerungen. Ein spielerisches Experimentieren mit einer etwas verstaubten Technik, dem Häkeln setzen sie humorvoll um. Verschiedenste Früchte wie Erdbeeren, Bananen, Trauben und Melonenschnitze, farbig bunt gehäkelt, entstehen. Diese bilden den Ausgangspunkt, den Fundus zu Stoffentwürfen. Aus den feinsten Seidenstoffen schafft Sara Vidas Kollektionen, die aus einem reichen modischen Repertoire älterer Menschen schöpfen. Dies führt zu einem spielerischen und ironischen Experimentieren mit der Modegeschichte.

Für Astrid Grob bilden die grossen und kleinen gehäkelten FrüchteAnregung und Inspiration für ihre Stoffe. Sie fotografiert die gehäkelten Objekte, verändert ihre Grösse, lässt sie oszillieren von klein und fein zu riesengross, setzt die Formen in einen Rapport und sie erscheinen in einer überraschenden Farbstimmung auf Crèpe de Chine, Tüll oder Seidenchiffon.

In Zusammenarbeit mit Astrid Grob bildet Sara Vidas Kollektionen, die sich aus verschiedenen, sich ergänzenden Einzelteilen zusammensetzen. Sie kreiert Silhouetten aus unterschiedlichen Materialkombinationen. In ihrem Schaffen ist eine grosse Liebe zu Vergangenen spürbar. Sie hinterfragt gesellschaftliche Normen, nimmt sie jedoch teilweise auf oder bricht sie und es bildet sich eine eigene, teilweise witzige Neuinterpretation. Die Kollektionen, die sich von konventionellen Idealbildern entfernen, sind bestimmt für Trägerinnen jeden Alters.

In der Ausstellung „Kiki likes fruit“ bilden nicht nur Textil – und Modedesign ein Netzwerk, indem sich Stoffentwurf und Kleid verschränken und zu einer Einheit verschmelzen, ebenso setzen sichdie Designerinnen gleichzeitig mit einer räumlichen, dreidimensionalen Präsentation auseinander und schaffen eine ganzheitliche, künstlerische Szenografie.

Der Galerieraum tuchinform wird zur Bühne.

> Ausstellungskarte zum Download